Stammt der Mensch von Affen ab?

- Eine kritische Betrachtung der Evolutionslehre -
von DI. Karl Stibleichinger

Kennen Sie den: „Papa, der Lehrer hat gesagt, dass der Mensch vom Affen abstammt.“ Darauf der Vater zu seinem Sohn: „Du stammst vielleicht von einem Affen ab. Ich nicht.“

„Der Mensch stammt vom Affen ab“, so drücken die Menschen landläufig die weitverbreitete Ansicht aus, dass Mensch und Affe gemeinsame Vorfahren haben, die sogenannten Primaten, aus deren Reihe soll sich der Mensch vor mehr als 6 Millionen Jahren im Verlaufe von 3-5 Millionen Jahren entwickelt haben, so besagt es die Evolutionslehre. Auf der anderen Seite gibt es Wissenschafter, die diese Hypothese in Frage stellen, und stattdessen bei ihren Untersuchungen zu dem Ergebnis kommen, dass die Welt und die Menschen so entstanden sind, wie es in den ersten Kapiteln der Bibel beschrieben ist.

Warum ist diese Frage wichtig?

Ist es überhaupt wichtig, wie der Mensch entstanden ist? Hauptsache, wir leben. Oder?
Der Grund, warum wir uns in diesem Artikel mit der Frage „Evolution oder Schöpfung“ beschäftigen, liegt an den Folgen:

a)   Wenn die Evolutionslehre stimmt, folgt daraus, dass die ersten Kapitel der Bibel nicht stimmen. Dann ist auch nicht sicher, ob der Rest der Bibel stimmt: dass Gott uns liebt, dass er seinen Sohn in die Welt geschickt hat, dass es Himmel und Hölle gibt usw.
b)   Wenn die Evolutionslehre stimmt, folgt daraus, dass der Mensch durch Zufall entstanden und sich in einem brutalen Selektionsprozess („Der Stärkere verdrängt den Schwächeren“) durchgesetzt hat. Dann war die Idee von Hitler gar nicht so abwegig, eine Klasse von „Herrenmenschen“ zu „züchten“ und „lebensunwertes Leben“ zu vernichten. Der Mensch ist damit nicht von Gott gewollt, geplant, und wunderbar geschaffen, wie es in Psalm 139 ausgedrückt ist.

Wir wollen mit diesem Artikel darauf hinweisen, dass in wissenschaftlichen Originalarbeiten und an Universitäten die diesbezüglichen Theorien und Hypothesen keineswegs als so gesichert hingestellt werden. Schließlich gibt es nicht wenige Fakten, die berechtigterweise Anlass zum Zweifel an der Evolutionslehre geben. Im folgenden sind einige davon dargestellt.

Das Weltbild der Evolution

Der Kern des Gedankengebäudes der Evolution besteht in der Ansicht, dass alle bekannten Organismen auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückführbar sind. Die einfachsten Lebenformen sollen demnach vor 3500 Millionen Jahren in der sog. Ursuppe entstanden sein. Das Prinzip der Evolution, das ist die Selbstorganisation vom Einfachen zum Höheren, wird als universal angesehen, gültig sowohl für die belebte als auch die unbelebte Natur. So begann sich laut Evolutionslehre auch das Universum mit einer gigantischen Explosion, dem Urknall, vor 14 Milliarden Jahren auszudehnen und in der Folge in seinen heutigen Zustand zu entwickeln. Kaum eine populärwissenschaftliche Fernsehsendung erklärt Sachverhalte in Natur und Kosmos, ohne auf einen Äonen umfassenden Evolutionsprozess hinzuweisen. Auch aus dem Biologieunterricht an den Schulen ist die Evolutionslehre nicht mehr wegzudenken.

Erklärungsproblem: Der Urknall

Wenn es um den Anfang unseres Universums geht, so wird der Urknall in den Medien als bewiesene Tatsache hingestellt. Dabei handelt es sich doch um ein Modell, das auf sehr wackeligen Beinen steht.

Durch die technischen Errungenschaften bei der Erforschung des Universums (z. B. Hubble-Teleskop) sind immer weitreichendere Beobachtungen möglich  geworden. Viele dieser in jüngster Zeit gemachten Beobachtungen sind mit dem Urknallmodell nicht mehr in Einklang zu bringen. Dazu zwei Beispiele.

  • Es gibt Galaxien, die älter sein müssten, als das Universum sein kann.
  • Neben Galaxienhaufen gibt es riesige Leerräume, vom Urknallmodell her wäre aber eine gleichmäßige Verteilung im Weltraum zu erwarten.

Im Jahr 2004 haben 33 führende Wissenschafter in einem öffentlichen Brief bekanntgegeben, dass sie das Urknallmodell verwerfen[1].

Erklärungsproblem: Die Entstehung des Lebens

In keinem anderen Punkt ist die Evolutionslehre so angreifbar, wie in der Frage, wie denn aus unbelebter Materie spontan Leben entstehen kann. 1864 wies der französische Chemiker Louis Pasteur in einem Sterilisationsexperiment erstmals nach, dass Organismen nicht spontan aus toter Materie entstehen, wie man zuvor geglaubt hatte. Von ihm stammt der Satz „Omne vivum ex vivo“ ( d. h. „Leben kann nur aus Leben kommen“), der heute die Basis für die Biowissenschaften bildet.

Dass Leben nicht von selbst aus toter Materie entstehen kann, lässt sich allgemein mit Hilfe der Informationstheorie zeigen. Information ist nach Materie und Energie die dritte Grundgröße. Sie ist ein zentraler Faktor alles Lebendigen. Der Informatiker Werner Gitt konnte aufgrund der von ihm formulierten Naturgesetze der Informationstheorie zeigen, dass jede Information letztendlich auf einen intelligenten Sender zurückgeht [2]. Auch die in jeder Zelle enthaltene Herstellungs- und Betriebsinformation unterliegt zwangsläufig den Naturgesetzen der Informationstheorie und geht letztlich auf einen intelligenten Sender zurück. Da in der sichtbaren Welt niemand und nichts für diese Rolle in Frage kommt, muss dieser außerhalb der sichtbaren Welt liegen; daraus folgt: der intelligente Sender für die in den Zellen angetroffene Information ist Gott.

Mutation, einer der vermeintlichen Motoren der biologischen Evolution, kann somit keine neue Information schaffen, sondern nur vorhandene Information mindern. Alle punktuellen Mutationen, die auf molekularer Ebene untersucht wurden, vermindern die genetische Information, anstatt sie zu vergrößern. Nicht eine Mutation wurde beobachtet, die dem Genom Information hinzufügt[3].
Auch durch die natürliche Selektion (Auslese) entsteht keine neue Information, auch wenn das oft auf den ersten Blick so aussieht. Wenn beispielsweise Schädlinge mit einem bestimmten Pestizid bekämpft werden, dann sind die überlebenden Exemplare und deren Nachkommen oft resistent gegen dieses Pestizid. Da ist jedoch keine neue Information entstanden, vielmehr waren die überlebenden Exemplare im Unterschied zu den vernichteten Exemplaren noch im Besitz jener Gene, die für die Widerstandsfähigkeit gegen das betreffende Pestizid zuständig sind. So hat es auch antibiotikaresistente Bakterien schon vor der Entdeckung und Anwendung des Penicilins gegeben, ein Umstand, der durch Permafrostproben im Yukon-Gebiet in Kanada, welche bakterielle Antibiotika-Resistenz-Gene enthielten, bestätigt wurde. Zwar können durch natürliche oder künstliche Selektion (Züchtung) Veränderungen und Variationen innerhalb einer Art erzielt werden, das sind aber keine Veränderungen im Sinne einer "Fisch-zu-Vogel"-Entwicklung, zumal Veränderungen über Artgrenzen hinweg eine Informationszunahme erfordern würden, Selektion hingegen zu einer Abnahme der genetischen Information führt.

Damit natürliche Selektion überhaupt geschehen kann, müssen sich Organismen fortpflanzen können. Dabei wird die in der DNA gespeicherte genetische Information weitervererbt, wozu sie kopiert (repliziert) werden muss. Die DNA hat die Fähigkeit der Selbstreplikation. Ohne DNA ist die Selbstreplikation unmöglich und ohne die Selbstreplikation ist natürliche Selektion unmöglich. Der Ursprung der DNA ist evolutionistisch nicht erklärbar.

Erklärungsproblem: Irreduzible Komplexität

Wenn wir uns von der ungeklärten Frage, wie einfachstes Leben von selbst entstehen konnte, abwenden, stoßen wir auf ein weiteres großes Problem. In der Natur findet man komplexe lebende Systeme, die nur im vollständigen Zustand funktionstüchtig sind; entfernt man eine einzige Komponente, kann ein derartiges System seine Funktion nicht mehr erfüllen. Ein Beispiel für solche irreduzible Komplexität ist die Bakteriengeisel. Fehlt einer ihrer Komponenten, ist die Geisel unbrauchbar, und die Bakterie kann sich damit nicht fortbewegen. Eine Bakterie mit einer Geisel, die noch nicht funktioniert, würde zwangsläufig durch die natürliche Selektion beseitigt. Darwin sagte über seine Hypothese der Entstehung der Arten:

Wenn gezeigt werden könnte, daß ein komplexes Organ existiert, das sich in keiner Weise mittels mehrerer aufeinander folgender, geringfügiger Veränderungen gebildet haben kann, so würde meine Theorie mit Sicherheit zusammenbrechen.“

So wie auf die Bakteriengeisel trifft dies auch auf das Auge oder das Blutgerinnungssystem zu. Alle diese lebenden Systeme besitzen irreduzible Komplexität, sie funktionieren nur im kompletten Zustand und zeigen, dass Darwin's Theorie tatsächlich zusammenbricht.

Erklärungsproblem: Die fehlenden Zwischenformen

150 Jahre sind vergangen, seit Charles Darwin sein Buch „The Origin of Species“ (Die Entstehung der Arten) schrieb. Obwohl er erwartete, dass Millionen von fossilierten Zwischenformen existieren müssen, sind diese niemals gefunden worden, abgesehen von einer bloßen Handvoll strittiger Exemplare, beispielsweise der Vogel Archaeopteryx, der gerne als Zwischenform zwischen Reptilien und Vögeln zitiert wird, aber keinerlei Anzeichen des Übergangs von Schuppen zu Federn oder von Vorderbeinen zu Flügeln aufweist. Auf Anfrage eines Lesers nach dem Grund, warum in seinem Buch über Evolution keine Illustrationen von Zwischenformen eingefügt sind, schrieb der Autor Dr. Colin Patterson vom Britischen Museum für Naturgeschichte, übrigens ein Vertreter der Evolutionslehre,  im Jahr 1979 in seinem Brief unter anderem: „Ich lege die Karten offen auf den Tisch – es gibt kein einziges derartiges Fossil, für das man ein wasserdichtes Argument vorbringen könnte[4].

Es fehlen also die Zwischenformen als Fossilien und als heute lebende Exemplare. Beide – fossilierte wie lebende – müsste es aber geben, wenn die Evolutionslehre stimmte.

So verhält es sich auch mit den immer wieder als Vorfahren des heutigen Menschen zitierten und nach  ihrem Fundort benannten Nebraska-Menschen, Piltdown-Menschen, Neanderthaler etc.  Bei der Rekonstruktion dieser „Affenmenschen“ lassen sich die Forscher von ihrer Vorstellung leiten, denn die Grundlage ist oft nur ein spärlicher Knochenfund. Beispielsweise wurde der Fund eines Zahnes als Beleg für die Existenz des Nebraska-Menschen angesehen; als später das komplette Skelett zu dem Zahn gefunden wurde, hat man festgestellt, dass es sich um ein ausgestorbenes Schwein handelte! Der Neanderthaler hingegen wird mittlerweile als Homo sapiens klassifiziert; das ursprünglich gefundene Skelett, auf dem die Rekonstruktion aufbaute, stellte sich als dasjenige eines Mannes heraus, der an Osteoathritis und Rachitis litt [5].

Erklärungsproblem: Altersangaben

Wie in der Einleitung festgestellt, setzt die Evolution, wenn sie überhaupt möglich ist, lange Zeitalter voraus.

Die langen Zeitspannen werden gerne durch radiometrische Datierungsmethoden, bei denen aus dem Mengenverhältnis von Mutter- und Tochteratomen von radioaktiven Zerfallsketten das Alter eines Gesteins berechnet wird, untermauert. Alle Methoden basieren auf Annahmen, die nicht bewiesen werden können (Annahmen hinsichtlich der Menge des ursprünglich vorhandenen Ausgangsmaterials, der entwichenen und zugeführten Materialien, der Zerfallsrate etc.) und führen – wie nicht anders zu erwarten - zu widersprüchlichen und absurden Ergebnissen. Mit Hilfe der Kalium-Argon-Methode wurden beispielsweise in Neuseeland am Mount Ngauruhoe aus der Zeit zwischen 1949 und 1975 stammende Lavaflüsse auf Alter zwischen 0,27 Mio und 3,5 Mio Jahre geschätzt [6]. Und die Forschungsergebnisse des RATE-Projekts ("Radioactivity and the Age of The Earth") lassen erkennen, dass es in der Vergangenheit Zeiten mit einem drastisch beschleunigten radioaktiven Zerfall gegeben haben muss.   

Dass die Erde gar nicht so alt sein kann, wie immer wieder dargestellt wird, ist an zahlreichen Tatsachen ablesbar.

  • Für die Bildung von Öl, Kohle, Gas, Gesteinsformationen und Fossilien sind keineswegs lange Zeiträume notwendig. Vielmehr beobachten wir, dass ein toter Organismus unter normalen Bedingungen im Laufe der Zeit verwest, verrottet oder gefressen wird und sich somit weder Öl noch Kohle noch ein Fossil bildet. Unter besonderen Bedingungen, wie etwa im Rahmen industrieller Prozesse, kann dagegen binnen kurzer Zeit (manchmal weniger als 1 Stunde) unter Einwirkung von Druck, Hitze und Wasser organisches Material (Kochen, Federn, Innereien, Blut) in Öl oder auf der Erde vorkommendes weiches oder loses anorganisches Material in festes Gestein umgewandelt werden (Geopolymerisation, Zement in Beton etc.). Polystrate Fossilien , das sind Fossilien, die durch mehrere Gesteinsschichten verlaufen, zeigen, dass diese Gesteinsschichten in so rascher Abfolge abgelagert wurden, daß die Organismen (z. B. Baumstämme) in der kurzen Zeit nicht verrotten konnten. Die Evolutionslehre nimmt jedoch an, dass die verschiedenen Gesteinsschichten Millionen von Jahren voneinander trennen.
  • Knochenfunde eines Tyrannosaurus Rex, die noch Blutzellen und Hämoglobin enthielten [7]. Laut Evolutionslehre sind die Saurier vor 65 Mio. Jahren ausgestorben.
  • Die Erdrotation nimmt im Laufe der Zeit ab und müsste daher bei dem von den Evolutionisten angenommenen Alter der Erde schon auf null gesunken sein.
  • Der Mond bewegt sich von der Erde weg, seine jetzige Entfernung von der Erde ist zu gering für das angenommene Alter der Erde.
  • Der Gehalt an Helium in der Erdatmosphäre - es entsteht bei radioaktiven Zerfallsprozessen – ist noch viel zu gering für das angenommene Alter der Erde.
  • Der Salzgehalt der Meere – er steigt im Laufe der Zeit – ist zu gering für das angenommene Alter der Meere.
  • Radiocarbon (14C) in Diamanten, die laut Evolutionslehre 1 - 3 Mrd Jahre alt sein sollen; wenn Diamanten wirklich so alt wären, müsste wegen seiner kurzen Halbwertszeit alles enthaltene 14C längst verschwunden sein. 
  • Eine Bevölkerungswachstumsrate in der Höhe von 0,5 % pro Jahr, das ist ein Viertel der gegenwärtigen Wachstumsrate, würde genügen, um in einem Zeitraum von ca. 4000 Jahren die gegenwärtige Bevölkerungsdichte zu erreichen. Dagegen wäre bei dieser Wachstumsrate die Erde nach einem Zeitraum von 1 Mio. Jahre mit 102100 Menschen bevölkert; das ist eine Eins mit 2100 Nullen!

Dino1Was die Erklärungsprobleme zeigen

Um trotzdem der Evolutionslehre zum Durchbruch zu verhelfen, ist manchen Forschern auch das Mittel der Fälschung recht. Der deutsche Evolutionsforscher Ernst Haeckel veröffentlichte um 1868 das „Biogenetische Grundgesetz“, das er durch absichtlich irreführende Zeichnungen untermauerte. Obwohl dieses Gesetz schon vor einigen Jahrzehnten verworfen wurde, ist es noch in Lehrbüchern oder populärwissenschaftlichen Werken zu finden [8].

Charles Dawson entdeckte 1912 in einer Schottergrube bei Piltdown in England Knochen, welche auf ein Alter von 500.000 Jahren geschätzt wurden, der Piltdown-Mensch war gefunden. Allerdings nur bis 1956, denn da entlarvten genauere Untersuchungen den Knochenfund als Fälschung. Es stellte sich schließlich heraus, dass die Fossilien in die Schottergrube gelegt worden waren.[9].

Die erwähnten und noch viele weitere Beispiele zeigen, dass die Evolutionslehre vom Ansatz und von ihren Aussagen her einer wissenschaftlichen Prüfung kaum Stand hält. Trotzdem halten viele Gelehrte an dieser Weltanschauung fest. Ein Grund dafür kann sein, dass die Evolution dem Menschen einen Ausweg aus seiner Verantwortung vor Gott bietet. Wenn sich alles, was heute existiert, ohne Gott entwickelt hat, ist er nicht „nötig“. Dann gibt es z. B. auch keinen Richter, vor dem wir alle erscheinen müssen.

Was die Bibel lehrt

Gott können wir vertrauen, wenn es um die Herkunft und Zukunft des Menschen geht. Weil er als einziger bei der Entstehung der Welt dabei war, kann nur er kompetente Antworten auf Fragen über die Vergangenheit geben.

Die Bibel, Gottes Wort, lehrt uns, dass

  • die Himmel, die Erde und alles darin buchstäblich in sechs aufeinanderfolgenden Tagen [10] wie die Tage unserer Arbeitswoche geschaffen wurden (Exodus 20, 8-11).
  • die Welt einige tausend Jahre alt ist [11] und die Menschheit vom Anfang der Schöpfung an da war (Markus 10,6),
  • Adam sündigte und der Menschheit den leiblichen Tod brachte (Römerbrief 5,12-19),
  • und da der Mensch das Haupt der Schöpfung war, dadurch die ganze Schöpfung verflucht wurde (Genesis 3,14-19 und Römerbrief 8,20-22), was den Tod von Tieren miteinschloss, da auch die bis dahin ausschließlich vegetarische Ernährungsweise für Mensch und Tier endete (Genesis 9, 3),
  • Gott die Welt mit einer globalen Flut richtete, die Jesus und Petrus mit dem kommenden Gericht bei der Wiederkunft Jesu verglichen (Lukas 17, 26-27 und 2. Petrusbrief 3, 3-7) und diese Flut alle Menschen, Landtiere und Vögel außerhalb der Arche, welche die Größe eines Ozeandampfers [12] hatte, vernichtete [13],
  • Gott nach der Flut die Berge anhob und die Täler absenkte (Psalm 104, 6-8),
  • Gott die Menschen nochmals richtete, indem er zu Babel ihre Sprache verwirrte, nachdem sie sich geweigert hatten, sich auszubreiten und die Erde nach der Flut wieder zu bevölkern [14],
  • Gott Tod und Leid einst beseitigen wird (Offenbarung 21, 4).

Schlussfolgerungen

Die Evolutionslehre bedingt eine entsprechende Ethik mit allen möglichen negativen Folgen für die Gesellschaft. Männer wie Trotzky, Stalin und Hitler glaubten an die Evolution und sahen darin die "wissenschaftliche" Grundlage für ihr Handeln. Siehe beispielsweise Die darwinistischen Wurzeln des Nationalsozialismus.

Evolutions- und biblische Schöpfungslehre schließen einander aus. Denn nach dem Weltbild der Evolution trat der Tod zum ersten Mal auf, als das Leben auftrat; Tod und Leid sind der unbegrenzte Dauerzustand; gäbe es Tod und Leid nicht, gäbe es auch uns Menschen nicht. Dagegen war nach der Bibel die Schöpfung anfangs sehr gut, Tod und Leid kamen erst später dazu und werden wieder weggenommen werden. Die sog. „Theistische Evolution“ [15], ein Kompromiß zwischen Evolution und Schöpfungslehre, steht im Widerspruch zu den alt- und neutestamentlichen Schriften.

Die Berichte der Bibel über die Vergangenheit und die sich ergebenden Schlussfolgerungen für Gegenwart und Zukunft stehen mit den Beobachtungen der Wirklichkeit im Einklang. Alle nachprüfbaren Aussagen der Bibel haben sich bisher als wahr erwiesen.

Absichtlich wurde in diesem Text statt des Worts „Evolutionstheorie“ das Wort „Evolutionslehre“ verwendet, weil die Evolution nach wissenschaftstheoretischen Maßstäben nicht den Rang einer Theorie hat [16]; ihre Aussagen über die Vergangenheit können nicht in Experimenten nachvollzogen werden, und teilweise widersprechen die zugrundeliegenden Basissätze [17] einander. Viel eher noch kann man die Evolutionslehre als ein metaphysisches Forschungsprogramm sehen. Der Evolutionist Michael Ruse geht sogar noch weiter, denn er sagt: "Evolution ist eine Religion. Dies galt für die Evolution zu Beginn und gilt für die Evolution noch heute" [18].  

Ich bin mir auch bewusst, dass meine Kritik an die Evolutionslehre ungewöhnlich und vielleicht sogar befremdlich klingt, zumal im Biologieunterricht an den Schulen und in fast jeder einschlägigen Fernsehsendung auf einen sich über Äonen erstreckenden Evolutionsprozess hingewiesen wird. Wichtig ist mir aber zu zeigen, dass demgegenüber die Lehre der Bibel zu diesem Thema keineswegs ein primitiver Erklärungsversuch für geistige Hinterwäldler ist, sondern eine glaubhafte Alternative zur Evolution, die auch kritischem Hinterfragen standhält. Natürlich wirft die Schöpfungslehre wichtige Fragen auf: Wenn es einen Schöpfer gibt: wozu hat er die Welt geschaffen? Wozu hat er Menschen geschaffen? Wozu hat er mich geschaffen? Was wird sein, wenn ich sterbe? Was wird sein, wenn die Welt aufhört zu existieren? Und so weiter.

Wenn Sie Fragen wie diese haben, oder über die Erklärungsprobleme der Evolution mehr wissen möchten, dann melden Sie sich. Gerne können wir darüber ins Gespräch kommen.

Häufig gestellte Fragen

Die Beantwortung aller sich ergebenden Fragen würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen [19]. Es werden daher hier nur drei sehr häufig gestellte Fragen herausgegriffen und kurz behandelt, nämlich:

1.   Wenn das Universum jung ist, warum können wir dann weit entfernte Sterne sehen?
2.   Woher kam die Frau Kains?
3.   Woher kommen die Fossilien?

Antwort zu Frage 1: Wenn das Universum jung ist, warum können wir dann weit entfernte Sterne sehen?

Da für Adam gleich am ersten Lebenstag die Sterne sichtbar waren, müssen die Lichtstrahlen trotz der zweifellos gewaltigen Enfernungen bereits zu diesem Zeitpunkt die Erde erreicht haben. Abgesehen von der Erklärung, dass Gott das Licht als schon unterwegs zur Erde geschaffen hat, gibt es, zumal die vom Lichtstrahl zurückgelegte Wegstrecke gleich dem Produkt aus Lichtgeschwindigkeit und Zeit ist, grundsätzlich zwei Gruppen von Erklärungsansätzen: Entweder war die Geschwindigkeit des Lichts früher viel höher oder die Zeit lief auf der Erde wesentlich langsamer ab als draussen im Weltraum. Zur ersten Gruppe gehört die folgende Erklärungsmöglichkeit A, zur zweiten die Erklärungsmöglichkeiten B und C.

Erklärungsmöglichkeit A: Die Lichtgeschwindigkeit war früher höher als heute; eine tendenzielle Abnahme der Lichtgeschwindigkeit konnte statistisch nachgewiesen werden.

Erklärungsmöglichkeit B: Im vom Physiker Dr. Russell Humphreys aufgestellten Modell, das auf dem biblischen Schöpfungsbericht, den vorliegenden Beobachtungen und der experimentell gut belegten Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein aufbaut, dehnte sich das Universum auf Grund eines weissen Loches (dem Gegenstück eines schwarzen Loches) aus [20].
An der hypothetischen Grenze eines schwarzen oder weissen Loches wird die Zeit bis zum Stillstand abgebremst. Man nennt diese Grenze daher den Ereignishorizont. Wenn sich die Erdoberfläche während der Schöpfungswoche innerhalb des Ereignishorizonts befand, ist es möglich, dass auf der Erde nur sieben Tage abliefen, während zugleich außerhalb der Erde das Universum um Milliarden Jahre älter wurde.
Während das Urknallmodell von einem unbegrenzten Universum ohne Zentrum ausgeht, geht Humphreys' Modell von der in der Bibel begründeten Voraussetzung aus, dass das Universum begrenzt ist und ein Zentrum hat. Im Modell von Humphreys sind Vorhersagen ableitbar, die mit den beobachteten Phänomenen im Universum im Einklang sind, wie etwa der kosmischen Hintergrundstrahlung oder den magnetischen Feldern der Planeten. So errechnete Humphreys 1984 für die Planeten Uranus und Neptun 100.000 mal höhere Feldstärken als die Evolutionisten. Der Test der Vorhersagen erfolgte in den Jahren 1986 und 1989, als die Raumsonde Voyager 2 an den beiden Planeten vorbeiflog. Die Magnetfeldstärken waren genau so, wie Humphreys es vorhersagte. Freilich ist das Modell von Humphreys nur ein wissenschaftliches Modell, das im Falle widersprechender Beobachtungen oder Ergebnisse revidiert werden muss und natürlich jederzeit seine Gültigkeit verlieren kann.

Erklärungsmöglichkeit C:
Eine ganz konkrete Lösung des Lichtreiseproblems hat auch der Physiker Dr. John Hartnett mit seinem Modell geliefert, worin er von folgenden Voraussetzungen ausgeht [21]:
- Kosmologische Relativitätstheorie (von Dr. Moshe Carmeli; eine Weiterentwicklung der Speziellen und der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins für kosmologische Maßstäbe)
- Galaktozentrik (d. h. unsere Galaxie, die Milchstraße, befindet sich nahe dem Zentrum des Universums)
- Sehr rasches Ausdehnen des Weltraums in der Schöpfungswoche (konsistent mit dem Wort Gottes; an etlichen Stellen ist ja davon die Rede, dass Gott den Himmel ausgebreitet hat, so z. B. in Psalm 104,2, Jes 40, 22, Jes 42,5 und Jes 44,24)
In seinem Modell wurde der Weltraum am 4. Tag der Schöpfungswoche sehr rasch ausgedehnt, wodurch es wie schon oben in Humphreys' Modell zu einer Zeitdilatation (Zeitverzögerung) kam, d. h. die Uhren auf der Erde liefen langsam im Vergleich zu denen draussen im Kosmos, und zwar einige Trillionen mal langsamer. Damit hätte das Licht (in einem vor rund 6000 Jahren geschaffenen Universum) ausreichend Zeit gehabt, die gewaltigen Entfernungen zurückzulegen. 

Antwort zu Frage 2: Woher kam die Frau Kains?

Die Frage wird gerne von Bibelskeptikern aufgeworfen, obgleich die Antwort denkbar einfach ist, wenn man die Bibel aufmerksam liest. Im Buch Genesis, Kap. 5 wird der Stammbaum von Adam bis Noah beschrieben. Vers 4 lautet: „Und die Lebenszeit Adams, nachdem er den Seth gezeugt hatte, betrug 800 Jahre, und er zeugte Söhne und Töchter“. Kain nahm sich eine seiner Schwestern zur Frau. Die Ehe zwischen Blutsverwandten wurde von Gott erst zur Zeit des Mose verboten (in Levitikus 8, 9). Zu diesem Zeitpunkt war vermutlich die Gefahr von Missbildungen als Folge der seit dem Sündenfall fortschreitenden genetischen Degeneration bereits zu groß.

Antwort zu Frage 3: Woher kommen die Fossilien?

Bei der Sintflut wurden in rascher Folge die heute sichtbaren Gesteinsschichten abgelagert und die Lebewesen darunter begraben, wobei komplexere Organismen tendenziell später betroffen waren, weil diese vermutlich in der Anfangsphase der Katastrophe noch flüchten konnten. Deshalb beobachten wir heute, dass die Fossilien einfacherer Organismen meist in den unteren Gesteinsschichten vorkommen, während die der komplexeren eher in den oberen liegen. War früher bei den Evolutionsforschern der Aktualismus [22] die vorherrschende Denkrichtung, so erkennen heute immer mehr, dass ohne stattgefundene Katastrophen das Aussehen der Erde nicht erklärbar ist. Leider kommt für die meisten (aus Glaubensgründen?) eine globale Flut als Ursache nicht in Frage.

Weiterführende Weblinks

Quellenangaben und Anmerkungen

[1]New Scientist, 22.5.2004, S. 20. Den Brief finden Sie auch auf: http://www.cosmologystatement.org

[2]Gitt, Werner: Am Anfang war die Information, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 1994

[3]Spetner, Lee: Not By Chance, The Judaica Press, NY, 1997, S. 138

[4]Zitiert in Sunderland, L.D. 1984. Darwin's Enigma, Master Books, San Diego, USA, S. 89

[5]Huse, Scott M.: The Collapse of Evolution, 3rd Edition, 1997, S. 138

[6]Snelling, A. A.: The Cause of Anomalous Potassium-Argon 'Ages' for Recent Andesite Flows at Mt. Ngauruhoe, New Zealand, and the Implications for Potassium-Argon-'Dating'. Proc. 4th International Conference on Creationism, Creation Science Fellowship, Pittsburgh, S. 503 – 525 (1998)

[7]Science, 25.3.2005, S. 1835, 1852, 1952 – 1955;
siehe auch http://creation.com/still-soft-and-stretchy

[8]Batten, Don, et. al.: Fragen an den Anfang, 2001, S. 121; siehe auch Ernst Haeckel „Evangelist“ für Evolution und „Apostel“ für Betrug.

[9]Huse, Scott M.: The Collapse of Evolution, 3rd Edition, 1997, S. 137

[10]Das hebräische Wort für Tag, yom, wird im Alten Testament 2301mal gebraucht. Kommt es in Verbindung mit einem Ordnungszahladjektiv vor, so ist stets ein 24-Stunden-Tag gemeint.

[11]Das Alter der Schöpfung lässt sich aufgrund der in der Bibel aufgezeichneten Stammbäume abschätzen, aber nicht exakt berechnen

[12]Die Maße der Arche: L x B x H = 137 x 23 x 13,7 m; Volumen = 43.200 m³; dies entspricht 522 üblichen Viehwaggons

[13]Die Flut führte zu einer gewaltigen Umgestaltung der Erdoberfläche und des Klimas und zur Entstehung der Fossilien

[14]Diese Zerstreuung teilte vermutlich eine große, zusammengehörende Volksgruppe in viele kleine, in sich geschlossene Gruppen auf. Durch den Selektionsdruck der Umwelt passten sich die Körpermerkmale jeder Gruppe tendenziell der Umwelt an. Details dazu in Batten, Don, et. al., Fragen an den Anfang, 2001, Kapitel 18, Wie sind aus Noahs Familie die verschiedenen Rassen entstanden?

[15]Die Theistische Evolutionslehre akzeptiert zwar die Evolution, betrachtet sie aber nicht als naturalistisch-ungesteuerten Vorgang, sondern so: Gott erschuf die Welt und das Leben durch den Evolutionsprozess.

[16]Gitt, Werner: 2002, Schuf Gott durch Evolution? Hänssler und CLV-Verlag, Neuhausen u. Bielefeld

[17]Basissätze oder Axiome sind apriorische Voraussetzungen , deren Gültigkeit nicht bewiesen werden kann. Die Basissätze einer Theorie müssen gewisse Bedingungen erfüllen (z. B. Widerspruchsfreiheit untereinander)  

[18]Ruse, M.: How evolution became a religion: creationists correct? National Post, pp. B1,B3,B7 May 13, 2000

[19]Ausführlich beantwortet werden solche Fragen in Batten, Don, et. al., Fragen an den Anfang, 2001

[20]Humphreys, D. Russel: Starlight and Time, Master Books, Green Forest, Arkansas, 1994.

[21]Hartnett, John: Starlight, Time and the New Physics, 2007, 231 S.

[22]Aktualismus ist die Vorstellung, daß geologische Prozesse wie beispielsweise Erosion und Sedimentation im Laufe der Zeit gleichgeblieben sind und daher die Gegenwart der Schlüssel für die Vergangenheit ist.