Das Wunder von Cordoba

 Am 16. Juni ist es soweit: Österreich bestreitet sein letztes Vorrundenspiel bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 gegen den Gruppengegner Deutschland.

Im Vorfeld dieser Partie wurde immer wieder an ein Ereignis erinnert, das 30 Jahren vorher (auf die Woche genau) stattfand: Am 21. Juni 1978 bei der Weltmeisterschaft  in Cordoba schlug Österreich das Nachbarland Deutschland sensationell mit 3:2 Toren.

"I wer' narrisch", brüllt der Mann wieder und wieder ins Mikrofon. Österreichs Reporter-Legende Edi Finger ist auf seinem Stuhl im Stadion "Chateau Carreras" in Córdoba nicht mehr zu halten. Zwei Minuten vor Schluss der dritten und letzten Partie der DFB-Elf in der zweiten Finalrunde schießt der Wiener Hans Krankl den Weltmeister aus allen Titel-(Verteidigungs-)Träumen. Aus deutscher Sicht ist es "die Schmach von Córdoba", aus österreichischer "das Wunder von Córdoba".

Worin bestand das Wunder? Dass der vermeintliche Fußballzwerg den Titelverteidiger aus dem Bewerb schoss? Oder dass Österreich nicht höher gewann? Schließlich rief der zweifache Torschütze Hans Krankl seinerzeit nach dem Spiel den Reportern der deutschen “Bildzeitung” zu: „Ihr habts a mords Glück g’habt, dass i net in Form war!”

Die Links zum Wunder von Cordoba:
Videoausschnitt vom 3:2 mit Originalkommentar Edi Finger
Bild-Galerie der Tore mit deutschen und österreichischen Originalkommentaren

Sind Wunder wiederholbar?
Diesen Artikel hab ich noch im Mai geschrieben. Ich kann also nicht sagen, ob das Wunder von Cordoba sich wiederholen wird. Sondern eher allgemein fragen: sind Wunder wiederholbar?

In Meyers Lexikon online wird Wunder wie folgt definiert:
Wunder: außergewöhnliches, den Naturgesetzen oder aller Erfahrung widersprechendes und deshalb der unmittelbaren Einwirkung Gottes, der Götter oder übernatürlichen Kräften zugeschriebenes Geschehen, Ereignis.

„… der unmittelbaren Einwirkung Gottes zugeschriebenes Geschehen“

Die Bibel ist voll von Berichten darüber, dass Gott tatsächlich die Macht hat, Naturgesetze außer Kraft setzt. Ein Beispiel dafür ist der Bericht darüber, wie Jesus Christus sowohl den Wind als auch Wellen beeinflusst hat:

Jesus stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm. Als sie auf dem See waren, kam ein schwerer Sturm auf, und die Wellen drohten das Boot unter sich zu begraben. Aber Jesus schlief. Die Jünger gingen zu ihm, weckten ihn und riefen: “Rette uns, Herr , wir gehen unter!” Jesus sagte zu ihnen: “Warum habt ihr solche Angst? Ihr habt zu wenig Vertrauen!” Dann stand er auf und sprach ein Machtwort zu dem Wind und den Wellen. Da wurde es ganz still. Die Leute aber fragten voller Staunen: “Was muss das für einer sein, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen!”

(Matthäusevangelium, Kap.8, Verse 23 ff)

Gott, bzw. in diesem Fall sein Sohn, Jesus Christus, hat bewiesen, dass er Naturgesetze außer Kraft zu setzen kann. Wann er will. Und wie oft er will.

Mit Gott kann man jeden Sturm im Leben überstehen

Bei Fußball geht es nicht um was wirklich Ernstes. Aber im Leben kann so mancher Sturm über uns hinwegfegen. Krankheit, Krisen, Sorgen, Probleme. Gut, wenn wir wissen, wohin wir uns wenden müssen mit der Bitte: „Hilf mir, ich geh unter!“ Gut, wenn wir wissen: „der jedes denkbare Wunder tun kann, der kennt mich und hat mich lieb! Er kann den Sturm in meinem Leben stillen!“