Kann Gott reden?

Zugegeben: eine ungewöhnliche Frage. Aber genau diese Frage ist langsam, aber immer deutlicher, in mir herangereift.
Seit ich hören kann, hörte ich von Gott. Schon als Kind haben mir Eltern und Geschwister biblische Geschichten erzählt. Der Besuch von Gottesdienst, Kinderstunde und Jungschar war selbstverständlich, und was dort aus der Bibel gesagt wurde, war einfach wahr. Schließlich stand das ja in der Heiligen Schrift.

Kann Gott reden PlakatAusgerechnet mein Religionslehrer hat das in Frage gestellt. Wir haben über Jona geredet. Das war der Mann, der nach drei Tagen im Bauch eines Fisches lebend wieder ausgespuckt wurde. Der Lehrer sagte: „Es ist doch logisch, dass kein Mensch im Bauch eines Fisches überleben kann. Das Buch Jona gibt keinen Bericht wieder, sondern in Form einer erfundenen Geschichte wollte der Autor etwas deutlich machen. Nämlich, dass Gott einer Stadt wie Ninive ihre Schuld vergibt, wenn sie umkehrt.“ Das hat mir eingeleuchtet. Damit ein Fisch nach drei Tagen einen Menschen wieder lebend ausspuckt, müsste ein Wunder geschehen. Was ich mich dann aber gefragt hab, war: wenn diese Geschichte mit Jona erfunden ist: wie ist es dann mit allem anderen, was in der Bibel steht? Ist alles erfunden? Oder ist nur ein Teil erdacht, und anderes tatsächlich passiert?  Wie kann ich erkennen, welche Berichte echt sind und was nachträglich dazugefügt worden ist?

 Einige Zeit später hab ich im Matthäus-Evangelium gelesen, was Jesus von der Jona-Geschichte hielt. Und ich war erstaunt! Seine Kritiker wollten, dass er durch ein Wunder zeigt, dass Gott ihn beauftragt hat. Darauf sagt Jesus: Ihr werdet keinen Beweis mehr von mir bekommen, „ausgenommen das Wunder, das am Propheten Jona geschah“. Und dann führt er das näher aus:

„So wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Seeungeheuers war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte in der Tiefe der Erde verborgen sein.“

(Evangelium nach Matthäus, Kapitel 12, Vers 40)
Jesus sagt nicht: „Eigentlich hat sich das nur ein Schreiber so überlegt.“ Sondern er macht deutlich: wie es in der Bibel steht, so war es! Ob es für uns möglich scheint oder nicht, ist nicht entscheidend. Jesus sagt eh ausdrücklich: es ist ein Wunder geschehen!

Also das mit Jona ist geklärt. Das war tatsächlich so, wie es in der Bibel steht.
Wie ist es mit anderen Berichten?
Ich bin auf ein Gespräch gestoßen, das Jesus kurz nach seiner Auferstehung mit einigen Männern geführt hat. Diese Männer haben ihn nicht erkannt, wussten nichts von Auferstehung und waren völlig verwirrt, dass Jesus, in den sie so viele Erwartungen gesteckt hatten, am Kreuz gestorben ist. Aufschlussreich für mich folgender Satz von Jesus:
“Was seid ihr doch schwer von Begriff! Warum rafft ihr euch nicht endlich auf zu glauben, was die Propheten gesagt haben!“ (Evangelium nach Lukas, Kapitel 24, Vers 25)
Und dann hat Jesus mit diesen Männern in der Bibel gelesen. Und ihnen dort die Stellen gezeigt, die davon sprechen, dass er als Retter zuerst leiden musste. Sensationell, oder? Das, was diese Männer in der Bibel lesen konnten, hätte ihnen genügen müssen. Sie hätten wissen können, was mit Jesus passiert. Sie hatten die Bibel, haben den Aussagen aber nicht geglaubt. Was Jesus deutlich rügt.

Als ich das gelesen hab, war für mich klar: ich will den Fehler dieser Männer nicht wiederholen. Ich will glauben, was in der Bibel steht!
Vorbild ist hier für mich der Apostel Paulus. Er war ein angesehener Jude, bis er Christus begegnet ist. Ab diesem Zeitpunkt sah er vieles anders als seine bisherigen Freunde. Darauf haben sie ihm vorgeworfen, ein Sektierer zu sein. Worauf er erwidert:

„Das bekenne ich dir aber, dass ich nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, dem Gott meiner Väter so diene, dass ich allem glaube, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten.“

(Apostelgeschichte, Kapitel 24, Vers 14).
Ganz genau so will ich es auch halten. Ich will Gott dienen. Indem ich glaube und danach lebe, wie es in der Bibel steht. Wie Gott es sagt. Weil Gott redet!

Wie kann es sein, dass Gott redet? Die Bibel wurde doch von ganz normalen Menschen geschrieben. Der Apostel Paulus schreibt folgendes dazu:

„Denn die ganze heilige Schrift ist von Gott eingegeben.“

(2.Timotheus, Kapitel 3, Vers 16)

Die Bibel ist zwar von Menschen geschrieben worden. Aber was diese Menschen geschrieben haben, hat Gott ihnen eingegeben. Oft, ohne dass sie es gemerkt haben.
Diese Tatsache hat meine Einstellung zur Bibel umgekrempelt. Ich frage nicht mehr: was ist wahr, was nachträglich dazugekommen? Sondern ich frage seither: warum hat Gott das eingegeben? Warum hat er das aufschreiben lassen? Was will er mir dadurch sagen?
Denn: Gott kann reden! Und es ist erstaunlich, was er alles sagt. Zu allen wichtigen Themen, Politik, Ethik, zu Glaubensfragen, zu Sexualität, Ehe, Erziehung und so weiter.
Manches ist völlig anders, als es im Augenblick in unserer Gesellschaft gesehen wird. Oft sehr überraschend, zu erfahren, wie Gott sich das ursprünglich gedacht hat. Aber weil der Erfinder am besten weiß, wie seine Erfindung optimal funktioniert, ist es sehr wichtig zu erfahren, was Gott sagt.

Wie denken Sie darüber? Kann Gott reden? Ich möchte Sie dazu herausfordern, die Bibel mit der Erwartung zu lesen: „Jetzt redet Gott zu mir. Ich bin gespannt, was er zu sagen hat.“ Und, konsequenterweise: „Ich will tun, was Gott sagt!“

Neueinsteiger tun sich manchmal etwas schwer, mit Aussagen der Bibel klarzukommen. Gerne können Sie mir schreiben, wenn Sie eine Erklärung suchen.

Aussagen berühmter Persönlichkeiten:

David (König über Israel von 1004-965 b. Chr.)

„Auf die Worte des Herrn kann man sich verlassen.“

Francois-Marie Voltaire (franz. Philosoph, 1695-1778)

„In 100 Jahren findet man die Bibel nur noch in Museen und Rumpelkammern.“
In seinem ehemaligen Wohnhaus ist heute die Genfer Bibelgesellschaft untergebracht.

Abraham Lincoln (US-Präsident, 1809-1865)

„Ich glaube, die Bibel ist das beste Geschenk, das Gott den Menschen gegeben hat.“